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Unterricht » Französisch » Französisch als 1. FS

Ihr Kind muss in seiner gymnasialen Schullaufbahn zwei Fremdsprachen erlernen. Die erste Fremdsprache beginnt mit hoher Stundenzahl ( 5 Wochenstunden) ab Klasse 5, die zweite Fremdsprache beginnt dann mit gleich hoher Wochenstundenzahl ab Klasse 6. So ist es an den meisten Gymnasien üblich.

Vorziehen der 2. Fremdsprache in der Carl-Schurz-Schule

Carl-Schurz-Schüler beginnen bereits in der 5. Klasse mit beiden Fremdsprachen, wobei die zweite Fremdsprache im 5. Schuljahr mit reduzierter Stundenzahl ( 2 Wochenstunden) unterrichtet wird. Wer mit Französisch beginnt, muss als 2. Fremdsprache Englisch wählen!
Ab dem 6. Schuljahr wird Englisch dann vierstündig unterrichtet.Muss man Französisch oder Englisch als 1. Fremdsprache wählen, um das Fach später als Leistungskurs zu belegen ?Am Ende der Mittelstufe (= Ende von Klasse 9) sollten die Erstlerner und Zweitlerner der jeweiligen Fremdsprache auf einem Niveau sein. Die E-Phase dient dann der Kompensation : Heterogenitäten im Lernstand werden soweit ausgeglichen, dass alle die Möglichkeit haben, Französisch oder Englisch als Leistungsfach zu belegen.Warum sollte Ihr Kind  Französisch als 1. Fremdsprache wählen, wo doch Englisch sooo wichtig ist ? Was spricht für den intensiven Beginn mit Französisch ?Diese Frage wird immer wieder von besorgten Eltern gestellt. Auch wenn beide Fremdsprachen nach dem G8-Modell sehr früh beginnen, gibt es noch gute Argumente für Französisch als 1. Fremdsprache :

Französisch ist sicher zunächst die schwerere Fremdsprache ! Die größere Komplexität der Morphologie/Formenlehre ist offensichtlich. Betrachten wir die Konjugation eines Verbs (vouloir = wollen). Während der Schüler sich im Englischen nur das „s“ in der 3. Person Singular merken muss, wird er im Französischen mit einer Vielzahl von Personalendungen konfrontiert, die z.T. phonetisch nicht unterschieden werden (je veux/ il veut).
Im Englischen haben wir als einzigen Artikel für Singular und Plural „the“, im Französischen gibt es le, la und les und dann noch den Teilungsartikel, den es weder im Deutschen noch im Englischen gibt. Die Beispiele ließen sich fortsetzen… Französisch ist schwer!

Nutzen Sie die günstige entwicklungspsychologische Phase Ihres Kindes und lassen Sie es getrost mit der schwereren Fremdsprache beginnen ! Mit jedem weiteren Jahr verliert Ihr Kind

  • die Bereitschaft, Vokabeln und Formen auswendig zu lernen
  • die Bereitschaft, Hausaufgaben frag- und klaglos zu erledigen
  • die Bereitschaft, sich auf scheinbar Schweres einzulassen (was somit nicht mehr als schwer
    empfunden wird!)
  • die Unbeschwertheit, Hemmungslosigkeit und damit auch Leichtigkeit, fremde Laute (auch
    ungewohnte Nasale im Französischen) nachzuahmen und korrekt auszusprechen

Bereits im zweiten Halbjahr der Klasse 6 setzt bei vielen Kindern massiv die Pubertät ein. Die o.g. günstigen Voraussetzungen verlieren sich, Hobbys und Freunde bestimmen zunehmend den außerschulischen Zeitrahmen.

Mein Kind hatte schon zwei Jahre Französisch in der Grundschule, während andere Grundschulen mit Englisch angefangen haben. Sollte es nicht gerade jetzt mit Englisch beginnen?

Es ist ein Denkfehler zu glauben, Englisch bliebe nun auf der Strecke. Das Gegenteil ist der Fall! Ihr Kind hatte die Chance, mit der schwierigen Fremdsprache schon im 3. Schuljahr zu beginnen und erfahrungsgemäß wird der Französischunterricht in der Grundschule von ausgebildeten Fachkräften mit viel Engagement erteilt. Lassen Sie diesen Faden nicht abreißen! Nutzen Sie die gute Vorarbeit und lassen Sie Ihr Kind mit Französisch intensiv weitermachen!
Das Kind, das mit Englisch in der Grundschule begonnen hat, kann nun Englisch als zweite Fremdsprache betreiben und aus o.g. Gründen neu mit Französisch (1. Fremdsprache) beginnen.

Englisch kommt nicht zu kurz! Nach dem Einstieg mit der komplexen Fremdsprache kommt Ihr Kind mit Englisch umso schneller zurecht. Zudem ist die Progression in der zweiten Fremdsprache viel steiler!

  • Die Motivation für Englisch ist immer da : Computer, Popmusik, Filme etc.
  • Die Motivation für Französisch muss immer wieder geweckt werden.
  • In beiden Fremdsprachen sollte Ihr Kind am Ende der Klasse 9 auf gleichem Stand sein.
    Warum sollte man der schwierigeren Fremdsprache nicht mehr Zeit widmen und eine lang-
    samere Progression wählen!

Welche Eigenschaften sollte Ihr Kind mitbringen, wenn es Französisch als 1. Fremdsprache wählt ?

  • Es sollte gerne und spontan kommunizieren
  • Es hat vielleicht schon Interesse am Land und an der Sprache ?
  • Es sollte keinen Hang zum Perfektionismus anstreben, sondern Mut zur Äußerung
  • Auditives Gedächtnis und Musikalität wirken unterstützend
  • Genauigkeit, Fleiß, ein gewisses Interesse an sprachlichen Gesetzmäßigkeiten und
    ein gewisses Maß an logischem Denken sind sicher hilfreich

 

Warum Französisch ?

  • Französisch ist Amtssprache in 35 Ländern
  • Französisch ist Erstsprache auch in Ländern wie der Schweiz, Luxemburg, Belgien, Kanada
    und in mehreren afrikanischen Ländern
  • Frankreich und Deutschland sind füreinander die jeweils wichtigsten Handelspartner :
    ca.2700 deutsche Unternehmen sind in Frankreich tätig und ca. 1400 französische in
    Deutschland
  • Viele deutsch-französische Unternehmen suchen Mitarbeiter, die beide Sprachen beherr-
    schen
  • Viele Möglichkeiten binationaler Studiengänge mit Doppeldiplom (Wirtschaftswissenschaf-
    ten, Jura, Lehramt )
  • Englisch ist im Lebenslauf ein Muss, gutes Französisch ist ein Plus
  • Französisch als Leistungsfach ist attraktiv :
    • kleine Kurse
    • weniger Konkurrenz als in Englischkursen
    • Französisch wird in der Oberstufe leichter, wenn man die Klippen der Grammatik
      überwunden hat, Englisch wird schwieriger
  • Kultur-und Ferienland Frankreich
    • Zugang zu einer interessanten Literatur, Theater, Film, Philosophie, Küche
    • persönliche Kontakte durch Austausch und Reisen
Carl-Schurz-Schule
Holbeinstr. 21-23
60596 Frankfurt/M.

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