Am Donnerstag, den 17. September, nutzte die Q3 der Carl-Schurz-Schule die CSS-Projektzeit für einen besonderen außerschulischen Lernort: Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Marie Heller besuchten die Schülerinnen und Schüler den Frankfurter Kunstverein. Dort ist derzeit die Ausstellung„Grönland – not for sale“ zu sehen.
Die Ausstellung setzt sich intensiv mit Grönland auseinander und eröffnet dabei ganz unterschiedliche Perspektiven auf die größte Insel der Welt. Neben politischen und geopolitischen Fragestellungen werden auch wirtschaftliche Aspekte sowie die Lebensrealität der Menschen vor Ort thematisiert. Damit bot die Ausstellung eine spannende Ergänzung zu den Inhalten des Politik- und Wirtschaftsunterrichts.

Besonders aktuell ist die Beschäftigung mit Grönland auch aufgrund der politischen Debatten um die Insel. Die von US-Präsident Donald Trump geäußerten Bestrebungen, Grönland unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten zu bringen, haben die internationale Aufmerksamkeit auf das Land gelenkt. Die Ausstellung ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, sich abseits einer rein politischen Betrachtung differenziert und multiperspektivisch mit Grönland, seiner Geschichte, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie seiner geopolitischen Bedeutung auseinanderzusetzen.
Dabei gab es für die Schülerinnen und Schüler einiges zu entdecken. Ahmad zeigte sich beispielsweise überrascht über die sprachliche Vielfalt Grönlands: „Ich wusste gar nicht, dass es in Grönland eine eigene Landessprache gibt.“ Besonders eindrücklich waren für ihn auch die Audios mit grönländischer Musik, die einen unmittelbaren Einblick in die Kultur und das Leben der Menschen auf der Insel ermöglichten.


Auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen wurden während des Ausstellungsbesuchs thematisiert. Hannah beschäftigte sich unter anderem mit der Bedeutung der Fischerei für Grönland. Gleichzeitig wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen die Menschen vor Ort stehen.
Darüber hinaus beschäftigte sich die Gruppe mit der Frage, wie das Leben in Grönland durch die enge Verbindung zu Dänemark geprägt ist. Dabei wurden auch persönliche Lebenswege und die Frage nach Migration und Rückkehr thematisiert: Manche Menschen verlassen Grönland in Richtung Dänemark, andere kehren später wieder zurück.
Der Besuch im Frankfurter Kunstverein zeigte eindrucksvoll, dass Grönland weit mehr ist als eine weit entfernte, eisbedeckte Insel.
Text: Rasende Reporter
