menu Carl-Schurz-Schule logo
slideshow slideshow
logo

Päd. Profil » Deutschförderung » LRS-Wegweiser

Diese Dokument als PDF herunterladen.

LRS-Ansprechpartnerin: Frau Mentzel (aktualisiert: 13.8.18)

1. Vorbemerkung

In diesem Wegweiser wird nur der Nachteilsausgleich bei der sogenannten Lese- und Rechtschreibschwäche thematisiert. Grundsätzlich gilt dabei:

  • –  Diagnostiziert wird eine Lese- und Rechtschreibschwäche über eine auffallende Häufung von Rechtschreibfehlern im engeren Sinn.
  • –  Es gibt in der Mittelstufe immer eine Koppelung von Fördermaßnahmen auf der einen und von Verpflichtungen des Schülers oder der Schülerin auf der anderen Seite. Ohne Erfüllung dieser Verpflichtungen wird kein Nachteilsausgleich gewährt.
  • –  Die Lese- und Rechtschreibschwäche soll bis zum Ende der Mittelstufe überwunden werden, die Fördermaßnahmen sollen mit dem Eintritt in die Gymnasiale Oberstufe beendet sein.

    Die rechtlichen Grundlagen finden Sie in der „Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses“ vom 19.8.2011, § 37 bis 44.

    Für das Fach Mathematik gibt es in der Mittelstufe keinen Nachteilsausgleich.

    Nicht Gegenstand dieses Wegweisers ist der Nachteilsausgleich bei generellen Beeinträchtigungen von Schülern, z.B. bei Gehörlosigkeit, Sehschwäche, Erkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen.

2. Regelungen für die Mittelstufe

In Klasse 5 wird für alle Schülerinnen und Schüler parallel der DRT5 (Deutscher Rechtschreibtest 5) durchgeführt. Die Organisation erfolgt durch Frau Mentzel. Nur bei Schülerinnen und Schülern mit hoher Fehlerzahl erfolgt eine qualitative Fehlerdiagnose. Testformulare aller SchülerInnen und Diagnosebögen werden in der Schulakte abgelegt. Diagnosetests können von den LehrerInnen der Differenzierungsstunden zu Beginn und/oder Ende jedes Schulhalbjahres wiederholt werden.

Fördermaßnahmen (wenn möglich in Form von Differenzierungsstunden) und Nachteilsausgleich beginnen im zweiten Halbjahr in der Stufe 5 und werden in der Stufe 6 bis 9 fortgesetzt. Sofern es Differenzierungsstunden gibt, wird die LR-Förderung in diesen Stunden integriert. Die Förderung darf in den Stufen 5 und 6 einen Raum von ca. 50% einnehmen (ab Klasse 7 entsprechend

weniger). In Klasse 5 und 6 ist der Anteil zu fördernder SchülerInnen erfahrungsgemäß recht hoch (ca. 30 Prozent). Diese hohe Zahl sollte im zweiten Halbjahr der Stufe 6 nach Möglichkeit stark reduziert und die Mehrzahl Schüler aus der Teilnahme am Nachteilsausgleich entlassen werden, ohne dass deshalb die Förderung ausgesetzt werden muss.

2.1 Nachteilsausgleich in Form zusätzlicher Korrekturzeiten

Nachteilsausgleich wird vorrangig in Form längerer Korrekturzeiten gewährt. Es muss ein Antrag von den Eltern bei der Deutschlehrerin/ dem Deutschlehrer für ein Schuljahr gestellt werden. Das Formular erhalten die Kinder über ihre Deutschlehrer. Über die Genehmigung eines Antrages entscheidet der Deutschlehrer/ die Deutschlehrerin. Über die Ablehnung entscheidet die Klassenkonferenz.

Der Schüler/ die Schülerin erhält eine verlängerte Korrekturzeit in den betreuten Nachteilsausgleichsstunden. Dabei soll sie bzw. er Wörterbücher zu Hilfe nehmen. Korrigiert wird mit einem gesonderten Stift (grün), der von der Schule bereitgestellt wird.

Sollte sich ein Schüler/ eine Schülerin in einer Arbeit durch die verlängerte Korrekturzeit verschlechtern, so wird die ursprüngliche Arbeit gewertet. Sollten neue Fehler auftreten, andere entfernt werden, dann dürfen alte und neue Fehler miteinander verrechnet werden.

Ein Nachteilsausgleich in Form verlängerter Korrekturzeit erscheint nicht im Zeugnis.

2.2 Notenschutz

Notenschutz ist nur eine weitere Form des Nachteilsausgleichs und findet nur in wenigen Fällen Anwendung. Da Notenschutz eine Abweichung von den Maßstäben der Notenbewertung darstellt, muss ein gewährter Notenschutz immer im Zeugnis vermerkt werden.

Normalerweise wird in der Regel erst zur Halbjahreskonferenz über den Notenschutz entschieden. Dieser gilt dann auch für das zweite Halbjahr. Eine mögliche Änderung der Note im Falle der Erteilung von Notenschutz muss berücksichtigt werden.

Individuelle, begründete Ausnahmefälle auf der Basis eines Beschlusses der Klassenkonferenz und in Absprache mit der Schulleitung zur Erteilung von Notenschutz schon zum Schuljahresbeginn sind weiterhin möglich.

2.3 Moderne Fremdsprachen

Der Nachteilsausgleich gilt als Ausnahme auch für Englisch und Französisch. Im Falle von Notenschutz entscheidet über die Ausweitung auf Englisch und Französisch die Klassenkonferenz.

2.4 Bedingungen für verlängerte Korrekturzeiten und Notenschutz

Bedingung für den Erhalt von Nachteilsausgleich in beiden Formen ist die regelmäßige Arbeit mit den von uns empfohlenen Materialien oder eine vergleichbare andere Art zusätzlicher Förderung, die dem Lehrer/der Lehrerin regelmäßig nachgewiesen werden muss. Sollte ein Schüler dieser Verpflichtung nicht nachkommen, wird der Nachteilsausgleich entzogen. In diesem Falle müsste für das nächste Schulhalbjahr ein erneuter Antrag von den Eltern gestellt werden. Der Entzug des Nachteilsausgleichs läuft über das Sekretariat, damit die Eltern schriftlich darüber informiert werden.

3. Nachteilsausgleich in der Oberstufe

Die Möglichkeit eines Nachteilsausgleichs für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe wird ab einem Fehlerquotienten 2,0 durch die Deutschlehrerin bzw. den Deutschlehrer überprüft. Bei der Berechnung dieses Fehlerquotienten werden ausschließlich Rechtschreibfehler (R) gezählt. Fehler aus dem Bereich Zeichensetzung (Z), Grammatik (G), Ausdruck (A) und Satzbau (Sy) fallen nicht darunter.

Um Nachteilsausgleich zu erhalten, muss die Schülerin / der Schüler (bei minderjährigen Schülern die Eltern) einen begründeten Antrag an die Deutschlehrerin/ den Deutschlehrer stellen, diese/r leitet den Antrag über die Schulleitung an das Schulamt weiter. Der Antrag muss unbedingt zu Beginn der Oberstufe gestellt werden.

Für den Antrag an das Schulamt müssen zudem einige Klausuren beigelegt werden sowie eine mehrheitliche Befürwortung der den Schüler unterrichtenden Lehrer und ein begründetes Schreiben des Deutschlehrers, warum in diesem besonderen Fall Nachteilsausgleich weiterhin für notwendig erachtet wird.

Über die Form des Nachteilsausgleichs entscheidet die Schule. In der Regel wird verlängerte Korrekturzeit statt Notenschutz gewährt.

Für den Nachteilsausgleich gelten wie in der Mittelstufe folgende Bedingungen: Der Schüler/ die Schülerin erhält 30 Minuten zusätzliche Korrekturzeit in den betreuten Nachteilsausgleichsstunden und unter Zuhilfenahme von Wörterbüchern. Korrigiert wird mit einem extra Stift (grün), der von der

Schule bereitgestellt wird. Sie erhalten diese dann automatisch in ihre Fächer zurück und können die in Grün vorgenommenen Korrekturen des Schüler/ der Schülerin in ihre eigene Korrektur mit aufnehmen.

Nachteilsausgleich in der Oberstufe gilt für alle Klausuren, in denen längere Texte auf Deutsch verfasst werden müssen, also in der Regel mindestens auch für Klausuren des Fachbereichs II.

Materialien

  • „Richtig schreiben – aber sicher!“ Heft 1-3, Klett-Verlag …
  • „Abschreiben erwünscht“ Heft 5/6; 7/8; 9/10, Cornelsen-Verlag…
Carl-Schurz-Schule
Holbeinstr. 21-23
60596 Frankfurt/M.

Sekretariat:
E-Mail: E-Mail schreiben
Telefon: 069/212 - 33840
Fax: 069/212 - 40554
Mo. - Do. 07:00 Uhr - 15:30 Uhr
Fr. 07:00 Uhr - 14:00 Uhr
Pause 12:00 Uhr - 12:30 Uhr
© Webseite erstellt von Marcel Gebhardt