Am Freitag, den 29.05.2026, fand in der 3. Stunde erneut ein spannender MINT-Vortrag an der Carl-Schurz-Schule Frankfurt statt. Als Referent konnten wir diesmal apl. Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Jürgen Konczalla begrüßen, der als Vater eines Kindes unserer Schule nicht nur beruflich beeindruckt, sondern sich zugleich mit großem persönlichem Engagement in die Schulgemeinschaft einbringt. Dieses Engagement verdient besondere Anerkennung.


Unter dem Titel „Neurochirurgie: Wo medizinische Wissenschaft auf feine Handarbeit trifft“gewährte Prof. Konczalla den Schülerinnen und Schülern einen faszinierenden Einblick in eines der anspruchsvollsten medizinischen Fachgebiete. Dabei gelang es ihm in besonderer Weise, komplexe Inhalte verständlich und zugleich anschaulich zu vermitteln.
Zu Beginn schilderte er seinen eigenen Werdegang – vom Abitur über Zivildienst und Medizinstudium bis hin zur Facharztausbildung und Professur – und machte deutlich: „Der Weg ist lang…“. Allein die Ausbildung zur Neurochirurgin bzw. zum Neurochirurgen umfasst viele Jahre intensiven Studiums und praktischer Weiterbildung. Diese persönliche Perspektive vermittelte den Zuhörenden ein realistisches, aber motivierendes Bild eines möglichen Berufswegs.


Im weiteren Verlauf erläuterte Prof. Konczalla anschaulich, was Neurochirurgie überhaupt bedeutet. Dabei stellte er klar: „Neurochirurgie bedeutet nicht nur Operieren.“ Vielmehr gehören auch Diagnostik, Gespräche mit Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen, Entscheidungsfindung und Nachsorge zum Berufsalltag. Besonders eindrücklich war seine Beschreibung der Vielfalt des Fachs – von Hirntumoren über Wirbelsäulenerkrankungen bis hin zu Verletzungen des Nervensystems.
Großes Interesse weckten die Einblicke in den Operationsalltag, was durch Kurzvideos besonders anschaulich gemacht wurde, für manche der Zuhörenden dadurch aber auch durchaus zur Herausforderung wurde (einige mussten vorübergehend mal die Augen und Ohren schließen). Prof. Konczalla erklärte, dass viele Eingriffe „mikrochirurgisch oder minimal-invasiv“ durchgeführt werden und höchste Präzision erfordern, da „im Nervensystem kleinste Strukturen große Bedeutung haben“. Anhand konkreter Beispiele – etwa der Behandlung von Aneurysmen oder der Planung von Tumoroperationen – wurde deutlich, wie eng medizinisches Wissen, moderne Technik und feinmotorische Fähigkeiten miteinander verzahnt sind.


Besonders eindrucksvoll war auch der Einblick in die Herausforderungen des Berufs: „Neurochirurgie ist kein leichter Beruf“, betonte Prof. Konczalla. Die hohe Verantwortung, die oft schwerwiegenden Entscheidungen und die emotionale Belastung erfordern neben fachlicher Kompetenz auch Belastbarkeit, Konzentration und Teamfähigkeit. Gleichzeitig hob er jedoch die Faszination seines Berufes hervor: „Man kann mit sehr viel Wissen, Technik und Teamarbeit oft Menschen in einer extrem belastenden Situation helfen.“
Am Ende fasste er seine persönliche Sicht auf den Beruf prägnant zusammen:
„Neurochirurgie ist ein Fach zwischen Hochpräzision, Verantwortung und echter Teamarbeit. Es ist anspruchsvoll, aber gerade deshalb auch sehr sinnvoll und erfüllend.“
Und weiter: „Es ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung und eine Leidenschaft.“
Und diese Berufung und Leidenschaft merkte man Herrn Konczalla auch an und nicht nur deshalbt stieß der Vortrag auf außerordentlich großes Interesse. Bereits während der Veranstaltung kam es zu zahlreichen engagierten Nachfragen aus dem Publikum, die zeigten, wie aufmerksam und neugierig die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen folgten. Auch im Anschluss nutzten viele die Gelegenheit, das persönliche Gespräch mit Prof. Konczalla zu suchen und weitere Fragen zu stellen.

Wir danken Prof. Konczalla herzlich für seinen äußerst informativen, eindrucksvollen und motivierenden Vortrag sowie für sein besonderes Engagement als Teil unserer Schulgemeinschaft.
Da dies der letzte MINT-Vortrag in diesem Schuljahr war möchte ich aber auch insbesondere Frau Hackländer danken! Mit ihrem außerordentlichen Engagement im Rahmen der MINT-Vorträge und ihrem unermüdlichen Einsatz bei der „Rekrutierung“ von Referentinnen und Referenten, dem Lektorat von Vorträgen und Anregungen für die Umsetzung der Vorträge ist sie von unschätzbarem Wert für die CSS und deren Auszeichnung als „MINT-freundliche“ Schule. Dafür im Namen der gesamten Schule ein großes Dankeschön an Frau Hackländer und zum Schuljahresende das „Zeugnis in Elternengagement“ mit einer „glatten Eins“ (siehe Bild)! Zugleich der Appell an alle Eltern und Alumni, dass man sich doch gerne bei Frau Hackländer melden möge, wenn man ins „Beuteschema“ für die MINT-Vorträge fallen sollte!
Das PDF mit der Foliensammlung aus dem Vortrag wird wie üblich auf der Moodle-Seite „Informationen zur Berufs- und Studienorientierung: MINT-Vorträge 2025/26 | Carl-Schurz-Schule“ bereitgestellt.
Simon Resch (Koordinator Berufs- und Studienorientierung der CSS)
