Schülerlabor zum Thema Radioaktivität

Am Donnerstag, den 12. Juni 2025, haben wir, die Klasse 9d, im Rahmen des Physikunterrichts das Schülerlabor der Goethe-Universität Frankfurt am Campus Riedberg besucht. Dort konnten wir das Thema „Radioaktivität“ auf spannende und anschauliche Weise praktisch erleben und selbst verschiedene Experimente durchführen.

Nach unserer Ankunft erhielten wir zunächst einen kurzen Rundgang durch das Gebäude. Dort wurde uns der Teilchenbeschleuniger vorgestellt, und wir sahen ein Bild von dem gleichen Gerät nur in riesig, das größte der Welt am CERN bei Genf.

Anschließend wurden uns in einer Einführung die wichtigsten Inhalte zum Thema Radioaktivität sowie die nötigen Sicherheitsregeln erklärt. Danach teilte man uns in acht Gruppen ein, die wir selbst auswählen konnten. Jede Gruppe arbeitete mit dem gleichen Versuchsaufbau, sodass alle die gleichen Erfahrungen sammeln konnten. Jede Gruppe hatte einige Geräte und einen Computer, auf dem in einer detaillierten Präsentation die heutigen Aufgaben standen.

Besonders spannend war der Umgang mit echten Messgeräten, vor allem mit dem Geigerzähler. Damit untersuchten wir verschiedene Strahlungsquellen und überprüften, wie gut bestimmte Materialien – etwa Papier oder Metall – die Strahlung abschirmen. So konnten wir direkt beobachten, wie sich Alpha-, Beta- und Gammastrahlung unterscheiden. Dabei mussten wir zuerst die radioaktive Strahlung der normalen Umgebung Messen. Dann bekamen wir ein Radium – Präparat, mit dem wir verschiedene Aufgaben von den Folien bearbeiten sollten.

Kurz bevor der Pause bekam jede einzelne Gruppe einen Alltagsgegenstand, den wir auf Langzeit auf radioaktive Strahlung vermessen sollten. Meine Gruppe bekam beispielsweise einen Ohrring, andere Pilze aus Weißrussland oder Armbanduhren. 

Gegen 11:45 Uhr legten wir eine Pause im sogenannten „Café Physik“ ein – ein kleines Café innerhalb des Gebäudes, Dort konnten wir uns ausruhen, etwas essen und miteinander ins Gespräch kommen. Viele von uns hatten sich ein kleines Frühstück oder Snacks mitgebracht, andere nutzten die Zeit einfach, um sich zu entspannen. Wir hatten dort auch die Möglichkeit, uns etwas zu essen zu kaufen. 

Nach der Pause werteten wir die Versuche aus. Dabei lernten wir, wieso eine alte Uhr radioaktiv ist, und welche Gegenstände radioaktive Strahlung haben. 

Gegen Ende des Tages folgte ein besonderes Highlight: der Bau einer eigenen kleinen Nebelkammer. Dabei handelt es sich um ein einfaches physikalisches Gerät, mit dem man radioaktive Strahlung sichtbar machen kann.

Zunächst erhielten wir eine kurze Erklärung, wie die Nebelkammer funktioniert: In einem abgedichteten Behälter herrscht abgekühlte, mit Alkohol gesättigte Atmosphäre. Wenn ein radioaktives Teilchen hindurchfliegt, entstehen feine, nebelartige Spuren, die man mit bloßem Auge sehen kann. Es sah aus wie die Nebelstreifen, die man auch sieht, wenn ein Flugzeug in der Luft streifen zieht.

Zum Schluss durften wir uns im Gästebuch eintragen. Es war ein wirklich interessanter Ausflug, den ich gerne wiederholen würde.

Rosa Marie Adam, 9d

(Anmerkung der organisierenden und begleitenden Lehrkraft: diesen Besuch machen wir inzwischen traditionell als festen Bestandteil unseres Physikunterrichtes mit allen 9. Klassen zum Ende eines Schuljahres; Simon Resch)