Studienfahrt nach Bischoffsheim im Elsass

Geographie und Geschichte mit „Triple A“ lernen: Alsace, Autonomie, Aventure (21.-24.08.2026)

Adam, Moritz, Sascha und Albert sitzen auf einem Felsen am Mont Sainte-Odile und genießen den Blick über den Rheingraben bis hin zum deutschen Schwarzwald. Die Landschaft, die sie während ihrer Wanderung entdecken, können sie inzwischen selbstständig und ohne Erläuterungen der Lehrkräfte analysieren. Sie setzen praktisch um, was sie im Rahmen der AbiBac-AG „Triple A“ (Alsace, Autonomie, Aventure) über den Föhn-Effekt und die Entstehung des Rheingrabens erarbeitet haben.

Ein Jahr lang haben 20 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9c und 9d – damals noch in der 8. Klasse – die Studienfahrt mit geographischem und historischem Schwerpunkt vorbereitet.

Zunächst ging es im theorieorientierten ersten Halbjahr der AG darum, das Klima und die geomorphologischen Besonderheiten des Rheintals zu verstehen. Die geologische Karte des Elsass wurde analysiert, um nachzuvollziehen, wie die besondere Landschaftsform Frankreich und Deutschland miteinander verbindet.

Als die Schülerinnen und Schüler schließlich hoch oben auf dem Mont Sainte-Odile saßen, konnten sie deshalb nicht nur die Form der Wolken deuten, sondern auch die typisch elsässische Landschaft zwischen großen Verkehrsmittelnachsen, Feldern, Weinreben und Wäldern lesen und interpretieren. Eine Gruppe führte sogar ein kleines Theaterstück über das Leben der heiligen Ottilia auf. Auch die wechselvolle Geschichte des Elsass als Streit- und Begegnungsraum zwischen Frankreich und Deutschland wurde von Herrn Bensch erläutert.

Im praxisorientierten zweiten Halbjahr plante die Gruppe ihre Reise schließlich selbstständig und ganz konkret: vom Zelten auf der Wiese des Klosters am Bischenberg bis hin zur letzten Nacht unter freiem Sternenhimmel. Das Ergebnis dieser eigenständigen Planung war eine ganz besondere Fahrt, die nicht nur die Autonomie der Schülerinnen und Schüler, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe stärkte. Und wenn die Glocken des Klosters um 7 Uhr 150-mal läuteten und sie weckten, konnte die Gruppe den Sonnenaufgang hinter dem Schwarzwald bewundern.

Begleitet von sechs Mentorinnen und Mentoren aus der Q4 traten die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler in französischer Sprache mit zahlreichen Institutionen und Einrichtungen in der Umgebung von Bischoffsheim bei Obernai – rund 50 Kilometer von Straßburg entfernt – in Kontakt: Sie besuchten eine Lebkuchenfabrik, die Festung von Mutzig, das Schloss Haut-Andlau, eine Schmetterlingsfarm, einen Ziegenhof und eine Imkerei sowie die Burg Bernstein. Französisch und Deutsch wurden dabei selbstverständlich gleichwertig in der Gruppe verwendet. Gleichzeitig erlebten die Schülerinnen und Schüler, wie manche Einwohnerinnen und Einwohner noch Elsässisch sprechen.

Stimmen der Schülerinnen und Schüler

Sascha: „Die Reise hat mir sehr gut gefallen. Es war alles sehr gut durchdacht. Wir konnten unsere Projekte durchführen und uns wurde sehr viel Vertrauen geschenkt. Insgesamt hat sich die Zeit in der AG sehr gelohnt.“

Alexandre: „Mir hat die Reise sehr gefallen. Durch die gute Organisation von Herrn Bensch, Herrn Götz und Frau Haas konnten wir unsere Projekte fertigstellen. Danke an alle Lehrer, die das möglich gemacht haben.“

Zinedine: „Die Fahrt war sehr, sehr schön. Wir haben sehr viele Sachen gelernt und erlebt. Wir hatten mehr Zeit mit den Lehrern als sonst. Wir hoffen, dass wir jetzt bessere Noten bekommen. Wir kennen die Stärken und Schwächen unserer Lehrer besser.“

Albert: „Wir haben die Zeit sehr genossen. Wir durften sogar einen ganzen Tag nur mit unseren Mentoren verbringen.“

Lucie: „Im Zelt zu schlafen, war etwas ganz Besonderes.“

Moritz: „Wir hatten sehr viel Spaß und haben Kontakt zu Leuten bekommen, mit denen wir sonst in der Schule nicht so viel zu tun haben – zum Beispiel zu den Mentoren aus der Q4.“

Adam: „Die Erfahrung war es wert.“

Das Schlusswort von Casimir, der an einem Abend mit großer Freude ein Chili con Carne mit Lara und Diane für die ganze Gruppe gekocht hat und drei große Bündel Petersilie klein schneiden musste:

„Es gab zu wenig Petersilie im Chili.“

Die Elsass-AG